Lade mehr Freude in Deinen Alltag ein.

 

In den letzten Wochen, Monaten, Jahren habe ich immer wieder gemerkt und musste einsehen, dass die Unzufriedenheit in meinem Leben bzw. Dinge, die mich nerven ziemlich oft von mir selber ausgehen. Viele von den (vermeintlichen) Ansprüchen, denen ich mich ausgeliefert fühle, habe ich mal zurückverfolgt und unterm Strich kam eigentlich immer raus, dass es da niemanden gibt, der mir sagt: „Du musst jetzt noch das putzen, das aufräumen oder erst noch dies, das und jenes machen.“ Irgendwoher kommen diese Anspruchsgedanken natürlich, aber für den Moment war es ziemlich cool zu begreifen, dass ich das hinterfragen kann und darf.

Mich stressen nämlich ziemlich viele Dinge und ganz oft in meinem Leben habe ich das Gefühl, dass ich für all die schönen, tollen Dinge, die ich gern machen würde, keine Zeit habe. Weil ich mich ja noch um dies und das kümmern muss und dann noch jenes und folgendes erledigen muss.

Vielleicht erkennst Du Dich ja darin wieder? Und die Liste ist endlos, und gerade im letzten Jahr, wurde ich dann mit sovielen Sachen zugeballert, dass ich gar nicht mehr hinterherkam:

Drei – zum Glück harmlose, weil glimpflich verlaufene – Autounfälle, um die sich mit Versicherungen, Gutachtern, Werkstätten etc. gekümmert werden wollte

Der Sturz meines Sohnes, der eine OP und Nachkontrollen erforderte, wodurch die gesamte Urlaubsplanung zunächst zunichte gemacht wurde und dann neu angegangen werden musste. Auch hier wieder: viel zu tun, viel Termine, viel Organisation, Koordination, Schreibkram

Ein Umzug, der länger dauerte als geplant und viele lästige Aufgaben mit sich brachte, die zum Teil bis heute noch nicht alle erledigt sind

usw.usw. – die Liste wäre noch länger, aber ich mache hier mal einen —->8 Cut

Zusätzlich zu diesen ganzen unvorhergesehenen Akut-Katastrophen kommt noch der ganz normale Alltag, bestehend aus Kind, Haushalt, Job, Nebenberuf etc.

Ich fühlte mich nur noch gehetzt, getrieben und vor allem schlecht. Ja, richtig schlecht, weil ich einfach nicht mehr nachkam, weil ich das Gefühl hatte, dass ich nie fertig werde, weil es einfach kein Ende nahm. Und in diesem Katastrophenjahr 2016 kam ja auch tatsächlich immer noch was obendrauf.

Kein Wunder, dass es mit der Zufriedenheit und dem inneren Frieden bisweilen nicht so gut bestellt war bei mir und nun weißt Du auch, warum ich meine Intention für 2017 Zufriedenheit ist. Weil ich mich nicht nochmal so unter die Räder kommen lasse, wie 2016. 2016 war mein Lernjahr, das war meine Lektion. Gerade wenn der Stress am höchsten ist, wenn die Katastrophen kein Ende nehmen, dann ist es wichtig, die Spülmaschine auch mal bis morgen warten zu lassen. Der Wäschekorb kann auch mal ein bisschen voller sein. Und beim saugen muss man auch nicht unbedingt die ganz große Runde machen. Das ist das eine. Das andere ist, gerade in so turbulenten Zeiten nicht die Zeit für die eigene Muße und Seelenpflege zu opfern für diese ganzen Katastrophen. Irgendwann muss auch hier einmal Feierabend sein und man darf ganz ohne schlechtes Gewissen, was „für sich“ tun.

Ich weiß, das ist so eine triviale Sache, schon hundert Mal gehört, aber es wirklich durchzusetzen, ist für mich brutal schwierig. Ich falle immer wieder in meine typischen Muster, wo ich mich für alles verantwortlich sehe und mir selbst, so viel Druck auflade, bis ich darunter wieder eingehe.

Darum habe ich heute für mich eine Liste erstellt, mit Dingen, die mir immer Freude machen und nach denen ich mich immer gut fühle.

Es gibt ja so Leute, denen fällt das Balance halten von ganz allein leicht, die können das einfach immer, in so einem natürlichen, selbstverständlichen ausgeglichenen Zustand sein. Ich kann das nicht. Und ich neige dazu abends zu versumpfen und mich selber über den Anforderungen des Alltags zu vergessen. Da vergesse ich im wahrsten Sinne des Wortes total, dass ich mich großartig fühle, wenn ich in einem tollen Buch versinken darf. Oder ich denke nicht daran, zu stricken, obwohl ich das so gerne mag.

Darum habe ich mir die Liste gemacht. Zum einen, um überhaupt mal klar zu kriegen, was die Dinge sind, die bei mir immer die gute Laune boosten. Zum anderen, um abends wirklich einfach mal ’nen Blick drauf werfen zu können und mich daran zu erinnern, was ich tun könnte, statt noch die Wäsche zu sortieren.

Vielleicht geht es Dir ja auch manchmal so, dass Du vergisst, was Dir Freude bereitet.

Ich jedenfalls habe für mich beschlossen, jeden Tag wenigstens etwas von der Liste zu tun. Ob es was bringt und mich der Zufriedenheit 2017 näherbringt? Wer weiß? Ich berichte weiter darüber.

Mit Licht & Liebe,

Carmen

 

 

 

 

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